Neues Landesnaturschutzgesetz

ZeitIn den letzten Wochen hat die Diskussion um ein neues Landesnaturschutzgesetz in NRW viel Verwirrung gestiftet.

Große Bedenken bestanden auf Seiten der Mountainbiker durch den Vorschlag, das Betreten und Befahren im Wald generell zu verbieten und nur auf Wegen ab zwei Meter Breite zu erlauben.
Diese Regelungen gibt es in anderen Bundesländern (z.B. Baden-Württemberg) schon.

Die Einführung einer solchen „2-Meter-Regel“ ist aus unserer Sicht völlig unsinnig, weil sie mehr Probleme schafft, als löst.

Hauptargument ist sicherlich, dass die hier noch wachsende Mountainbike-Bewegung durch solch eine Regel zusammen mit allen anderen Nutzern des Waldes auf die Hauptwege „gezwungen“ würde. Probleme zeigen sich doch immer dort, wo Wanderer, Spaziergänger, Hundebesitzer und Fahrradfahrer mit ihren sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufeinander treffen.
Wie soll sich diese Situation verbessern, wenn man nun alle Beteiligten auf die gleichen Wege „zwängt“ und keine Ausweichmöglichkeiten auf die Single-Trails mehr zulässt?

Auch die Sicht aus der Naturschutzperspektive ist m.E. nur sehr schwer nachzuvollziehen. Mountainbiker zerstören den Wald nur sehr geringfügig. Wir fahren nur auf Trails, die es z.B. durch Wasserläufe oder Wanderwege so oder so schon gibt. Darüber ob es ökologisch schädlich ist, wenn es im Wald ein paar Reifenspuren gibt, kann man sicherlich diskutieren. Wenn man aber sieht, dass in einem Gebiet im folgenden Jahr dann die Forstmaschinen zur Abholzung einfahren, dann kann man mit Sicherheit sagen, dass die Mountainbiker solche Veränderungen im Wald in 2000 Jahren nicht verursacht hätten!

Zum Glück gab der DIMB vor 2 Tagen auf seiner Homepage Entwarnung:

http://www.dimb.de/aktivitaeten/open-trails/nrw-plant-radfahrverbot

Es scheint, als ob hier eine wirklich sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik erfolgt ist, was zu einer Klärung der Situation beiträgt. Wenn dem so ist, dann vielen Dank an die Leute vom DIMB für den Einsatz !!!